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Morphine / Opiate (MOR)
Zum Nachweis von Morphinen im Urin in nur einem Arbeitsschritt.

ANWENDUNG

Der MOR Drogentest ist ein immunchemischer lateral flow Test. Er dient dem qualitativen Nachweis von Morphin im Urin mit einer Nachweisgrenze von 300 ng/mL und liefert ein optisches Ergebnis. Dieses Produkt ist ausschließlich für den professionellen Gebrauch bestimmt und sollte nur unter entsprechender Überwachung durchgeführt werden. Es ist nicht für den direkten Verkauf an Laien bestimmt.
Dieser Test liefert nur ein vorläufiges analytisches Ergebnis. Zur Bestätigung des Testergebnisses ist der Einsatz einer spezifischeren chemischen Nachweismethode erforderlich. GC/MS hat sich dafür bei der NIDA (National Institute of Drug Abuse) als bevorzugte Methode etabliert. Klinische Betrachtungen und ein professionelles Urteil sollten in die Interpretation eines jeden Drogentests einfließen besonders wenn ein vorläufiges positives Testergebnis vorliegt.

ZUSAMMENFASSUNG

Opiate wie Heroin, Morphin und Codein werden aus dem Harz des Schlafmohnsaftes gewonnen. Im Körper werden Heroin und Codein zu Morphin und Morphin-Glukuronosid umgewandelt. Das Auftauchen von Morphin (oder Morphin-Glukuronosid) im Urin kann also die Einnahme von Heroin, Morphin und/oder Codein anzeigen.

Die Methoden für das Screening von Urinproben zur Untersuchung von Drogenmißbrauch reichen von einfachen immunchemischen Verfahren bis hin zu komplexen analytischen Verfahren. Ihre kurze Testzeit und hohe Sensitivität hat die immunchemischen Tests zur anerkanntesten Methode für diese Untersuchung gemacht. Die Drogentests bedienen sich der hochspezifischen Antigen-Antikörperreaktion, um Drogen bzw ihre Metabolite im Urin nachzuweisen. Bei dem MOR-Test handelt es sich um einen kompetitiven Immuntest, der für den qualitativen Nachweis von Morphin in menschlichem Urin bis zu einer Nachweisgrenze von 300 ng/mL eingesetzt werden kann.

Spezifität

Die Spezifität des MOR Drogentests wurde mit den unten aufgeführten Drogen, Drogenmetaboliten und Verbindungen, die im Urin enthalten sein können, getestet. Sie wurden normalem, drogenfreiem Urin zugesetzt.

Folgende Verbindungen mit einer ähnlichen chemischen Struktur riefen ab der angegebenen Konzentration ein positives Ergebnis hervor:
Verbindung Konzentration (ng/mL)
Morphin 300
Codein 300
Ethylmorphin 300
Hydrocodon 375
Hydromorphon 400
Merperidin 30.000
Morphin-3-Glucoronid 490
Oxycodon 15.000
Thebain 30.000
Folgende Verbindungen zeigten bis zu einer Konzentration von 100 µg/mL keine Kreuzreaktion.

Aceton, Albumin, Ami­triptylin, Ampi­cillin, Aspartam, Aspirin, Atropin, Benzo­cain, Bilirubin, Chinidin, Chloro­quin, (+)-Chlorpheniramin, (+/-)-Chlor­phenir­amin, Kreatin, Dex­brom­phenir­amin, Dextromethorphan, 4-Di­methyl­amino­antipyrin, Dopamin, (+/-)-Ephe­drin, (-)-Ephedrin, (+)-Epi­nephrin, Erytromycin, Ethanol, Furo­semid, Glu­cose, Guaja­col-Glyceryl-Äther, Hämoglo­bin, Imi­pramin, (+/-)-Iso­proterenol, Koffein, Lido­cain, (1R,2S)-(-)-N-Methyl-Ephe­drin, (+)-Na­proxen, (+/-)-Nor­ephedrin, Oxal­säure, Paracetamol, Penicillin-G, Pheniramin, Pheno­thia­zine, L-Phenyl­ephrin, Phenyl­äthyl­amin, Procain, Raniti­din, Riboflavin, Natriumchlorid, Sulin­dac, Thioridazin, Trifluorperazin, Tri­metho­benzamid, Tyramin, Vitamin C