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Kokain / Cocain (COC)
Zum Nachweis von Kocain bzw. Benzoyl-Ecgonion im Urin in nur einem Arbeitsschritt.

ANWENDUNG

Der COC Drogentest ist ein immunchemischer lateral flow Test. Er dient dem qualitativen Nachweis von Benzoyl-Ecgonin (eines Cocain-Meta­bolits) im Urin mit einer Nachweisgrenze von 300 ng/mL und liefert ein optisches Ergebnis. Dieses Produkt ist ausschließlich für den professionellen Gebrauch bestimmt und sollte nur unter entsprechender Überwachung durchgeführt werden. Es ist nicht für den direkten Verkauf an Laien bestimmt.
Dieser Test liefert nur ein vorläufiges analytisches Ergebnis. Zur Bestätigung des Testergebnisses ist der Einsatz einer spezifischeren chemischen Nachweismethode erforderlich. GC/MS hat sich dafür bei der NIDA (National Institute of Drug Abuse) als bevorzugte Methode etabliert. Klinische Betrachtungen und ein professionelles Urteil sollten in die Interpretation eines jeden Drogentests einfließen besonders wenn ein vorläufiges positives Testergebnis vorliegt.

ZUSAMMENFASSUNG

Cocain wird aus den Blättern des Cocastrauches gewonnen; es stimuliert sehr effektiv das ZNS und ist ein wirksames Lokalanästhetikum. Die durch die Einnahme von Cocain hervorgerufen psychischen Wirkungen sind Euphorie, ein gesteigertes Selbstvertrauen und die Vorstellung übermenschlicher Kräfte. Damit einher gehen eine erhöhte Pulsfrequenz, eine Erweiterung der Pupillen, Fieber, Muskelzittern und Schweißausbruch. Cocain wird nach kurzer Zeit mit dem Urin hauptsächlich als Benzoyl-Ecgonin ausgeschieden. Benzoyl-Ecgonin hat eine biologische Halbwertzeit von 5-8 Stunden, die damit sehr viel länger ist als die von Cocain selbst (0,5-1,5 Stunden). Nach der Verabreichung von Cocain kann es 24 bis 60 Stunden lang nachgewiesen werden.

Die Methoden für das Screening von Urinproben zur Untersuchung von Drogenmißbrauch reichen von einfachen immunchemischen Verfahren bis hin zu komplexen analytischen Verfahren. Ihre kurze Testzeit und hohe Sensitivität hat die immunchemischen Tests zur anerkanntesten Methode für diese Untersuchung gemacht. Die Drogentests bedienen sich der hochspezifischen Antigen-Antikörperreaktion, um Drogen bzw ihre Metabolite im Urin nachzuweisen. Bei dem COC-Test handelt es sich um einen kompetitiven Immuntest, der für den qualitativen Nachweis von Benzoyl-Ecgonin in menschlichem Urin bis zu einer Nachweisgrenze von 300 ng/mL eingesetzt werden kann.
riefen ein positives Ergebnis hervor

Spezifität

Die Spezifität des COC Drogentests wurde mit den unter erwähnten Drogen, Drogenmetaboliten und Verbindungen, die im Urin enthalten sein können, getestet. Sie wurden normalem, drogenfreiem Urin zugesetzt.

Folgende Verbindungen riefen ab der Konzentration von 300 ng/mL ein positives Ergebnis hervor:

Benzoyl-Ecgonin

Folgende Verbindungen zeigten bis zu einer Konzentration von 100 µg/mL keine Kreuzreaktion.

Paracetamol, Aceton, Albumin, Ami­triptylin, Ampicillin, Aspartam, Aspirin, Atropin, Bilirubin, Koffein, Chloroquin, (+)-Chlorpheniramin, (+/-)-Chlor­pheniramin, Kreatin, Desoxyephedrin, Dex­brom­phenir­amin, Dexbromethorphan, 4-Di­methyl­amino­anti­pyrin, Dopamin, Ecgonin, Ecgonin­methylester, (+/-)-Ephedrin, (-)-Ephe­drin, (+)-Epi­nephrin, Erytromycin, Etha­nol, Furo­semid, Glu­cose, Guaja­col-Glyceryl-Äther, Hämoglo­bin, Imi­pra­min, (+/-)-Iso­proterenol, Lidocain, (1R,2S)-(-)-N-Methyl-Ephedrin, (+)-Na­proxen, (+/-)-Norephedrin, Oxalsäure, Penicillin-G, Pheniramin, Pheno­thia­zine, L-Phenylephrin, D-Phenyl­äthyl­amin, Procain, Chinidin, Raniti­din, Natriumchlorid, Sulin­dac, Thioridazin, Trifluorperazin, Tri­metho­benzamid, Tyra­min, Vitamin C